Historie

Historie

Dazu gehört neben dem Gespür für die Ansprüche und Erfordernisse des Marktes auch die Umsetzung der aus langjähriger Tradition gewonnenen Erfahrung. Seit 70 Jahren werden in Holtrup, nicht weit vom Oldenburger Auktionszentrum Vechta gelegen, bedeutende Vererber und zu großen Hoffnungen berechtigende Junghengste für die Züchter aufgestellt.

Darunter finden und fanden sich Namen von Hengsten, die mit aufsehenerregenden gekörten Söhnen, international erfolgreichen Sportpferden und hoch bezahlten Auktioniken bleibenden Eindruck hinterlassen haben. Der Wandel der Zeit lässt sich nicht nur an der bis zur Perfektion „reformierten“ Modernität der Hengste erkennen, sondern allein an den Namen: Siegbert, Egon und Eutellus waren die ersten Beschäler, die 1938 ihren Dienst in Holtrup aufnahmen.

Imposante, vor Kraft strotzende Wagenpferde, Alt-Oldenburger, waren das. Ludwig Kathmann sen., Begründer der Station, wählte sie aus. Auf „Herrschaftlichkeit“ setzte er wohl von Beginn an - wurde doch das englische Königshaus auf sein Auge für Pferde aufmerksam und benannte ihn quasi zum Hoflieferanten eindrucksvoller Kutschpferde für das Adelshaus.

Bekannt und begehrt als einer der besten Pferdekenner seiner Zeit war Kathmann sen. stark in die Umzüchtungsphase der Karosseriepferde zu dressur- und springtalentierten Sportpferden involviert. War er es doch, der mit dem noblen Blüter Adonis xx den ersten Vollblüter ins Oldenburgische Zuchtgebiet brachte. Wegweisend, Meilensteine setzend war dieses Tun damals - gab es doch auch viele Spötter und kritische Stimmen. Allen Unkenrufen zum Trotz - Adonis xx setzte sich durch. Noch heute ist er im Pedigree vieler erfolgreicher Sportferde zu finden. Nicht nur mit ihm lenkte Kathmann sen. in Richtung moderner Leistungszucht. Selbst sechsfacher Meister im Viererzugfahren trieb er den Reitsport nach dem Krieg voran, stampfte hochkarätige Turniere im Vechtaraner Reiterwaldstadion aus dem Boden.

Feiner Stern ermöglichte der damals 18-jährigen Österreicherin Victoria Max-Theurer, mit seinem Sohn Falcao als jüngste Reiterin aller Zeiten auf der Olympischen Spielen in Athen zu starten. Goldstern stellte zahlreiche Spitzenpferde wie Holger Hetzels Nationenpreis-Sieger Gipfelstürmer, Akzent II verewigte sich nicht nur mit dem Hamburger Dressurderby-Sieger Amazonas.

Im Turniersport überzeugen Holtruper Hengste. Florencio etwa, über Florestan I-Weltmeyer hoch bewährte Dressurgene in sich vereinend, faszinierte die Fachwelt mit dem überlegenem Gewinn des Weltmeisterschaftstitels der fünf- und sechsjährigen Dressurpferde.

Bereits 2003 begeisterte der Hengst mit einer Zehn im Galopp auf dem Bundeschampionat, das er als Reservesieger verließ. Inzwischen hat er St. Georges-Prüfungen gewonnen.

Holtruper Vererber sind im Stande, Großes zu leisten. Das „feine F“ - über lange Jahre repräsentiert durch die drei Hauptprämiensieger Freiherr, Feiner Stern und Feinbrand hat sich unauslöschlich in die Geschichte Holtrups eingebrannt.



<<< zurück nach oben

historie_03.jpg

historie_04.jpg

historie_05.jpg

grandeur.jpg

historie_01.jpg


Deutsch English